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Anlässlich des Anna-Göldi Gedenktags am 13. Juni 2010 stellte die Autorin Nicole Lieberherr ihr Buch über Johann Melchior Kubli vor.

Johann Melchior Kubli war Gerichtsschreiber im Hexenprozess um Anna Göldi und trat für die Angeklagte ein. Ihr Schicksal vermochte er nicht abzuwenden. Das Letzte, was er für sie getan hatte, war ihre Ehrenrettung. Er machte den Fall publik und trug wesentlich dazu bei, dem Hexenwahn in Mitteleuropa ein Ende zu setzen.
Er führte ein Leben in einer Zeit des Umdenkens und der Neuordnung. Für eine freie Schweiz legte er sich mit Grössen wie Napoleon, dem monarchistischen Österreich und der katholischen Kirche an. Mit Weitsicht und Raffinesse verhinderte er den Krieg in der Ostschweiz.
[Lesen Sie dazu den ausführlichen Bericht aus der SO vom 17.6.2010]
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Der Anna-Göldi Gedenktag, der jedes Jahr am 13. Juni stattfindet, stand in diesem Jahr voll im Zeichen des Festspiels "Annas Carnifex", welches am 4. August 2010 in Mollis uraufgeführt wird.

[Lesen Sie hier dazu die Berichterstattung der Südostschweiz (.pdf)]
[zur Fotogallerie] |
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Zum 225-Jahr-Gedenken an die Sennwalder Magd Anna Göldi, die in Glarus einem Justizmord zum Opfer fiel und hingerichtet wurde, ist diese Stiftung 2007 gegründet worden.
 Die Stiftung setzt sich zum Ziel, Aktivitäten rund um die Person und das Thema Anna-Göldi zu initialisieren, zu unterstützen und zu begleiten. |
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Die Stiftung will gemäss den Statuten nicht nur das Andenken an Anna Göldi am Leben erhalten, sondern sich auch aktuell für Randständige, Minderheiten und Opfer von Willkür einsetzen.
Mitglied der Stiftung ist alt Bundesrätin Elisabeth Kopp. Im weiteren gehören dem Stiftungsrat an: Betty Legler (Musikerin), Fridolin Elmer (Redaktor und Präsident der Stiftung), Walter Hauser (Redaktor), Andreas Schlittler (Informatiker), Nicole Billeter (Historikerin), Peter Bertschinger (Gemeinderat in Mollis), Nicole Lieberherr (Treuhänderin), Annette Streuli-Gallati (Sekretärin) und Patrick Rohr (Kommunikationsberater).

Einer der Höhepunkte des Jubiläumsjahres war der Anna-Göldi-Tag am 13. Juni 2007, dem Tag ihrer Hinrichtung. An diesem Tag wurde das neue Buch "Der Justizmord an Anna Göldi" (herausgegeben vom Limmat Verlag in Zürich) präsentiert, das Walter Hauser aufgrund jahrelangen Recherchen verfasst hat.
Im Buch wurden neue Originaldokumente und Fakten zum mysteriösen Justizfall veröffentlicht. Hauser schildert im Buch, wie zwei deutsche Journalisten den Skandal vor 225 Jahren ins Rollen brachten und wie Zeitgenossen aus dem Glarnerland das Todesurteil unter Lebensgefahr zu kritisieren wagten. Hausers brisantes Fazit: Über die Hinrichtung von Anna Göldi entschied ein Gericht, das nicht einmal zuständig war.
Den Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten bildete am 22. September 2007 die Einweihung eines Anna Göldi-Museums in Mollis, in welchem die neuen Dokumente dauerhaft ausgestellt sind und alljährlich kulturelle Anlässe stattfinden sollen. Das Museum befindet sich neben dem Zwickyhaus in Mollis, wo Anna Göldi sechs Jahre lang gelebt hat. Auch dieses im Originalzustand erhaltene Haus kann von aussen besichtigt werden.
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„Der Justizmord an Anna Göldi - neue Recherchen zum letzten Hexenprozess in Europa“
Walter Hauser wartet in seinem Buch mit neuen Fakten und Informationen über den letzten Hexenprozess in Europa auf. Zudem veröffentlicht er bisher unbekannte Schriften und Dokumente, die im Jahr 2006 bei den Recherchen in Deutschland zum Vorschein kamen. Im Buch kommen erstmals Zeitzeugen zu Wort, die den Prozess mitverfolgt und unter Lebensgefahr zu kritisieren wagten. Hausers brisantes Fazit: Das Todesurteil gegen Anna Göldi wurde von einem Gericht gefällt, das dafür nicht zuständig war.

Walter Hauser: Der Justizmord an Anna Göldi. Neue Recherchen zum letzten Hexenprozess in Europa. 200 Seiten, 13 Abbildungen, Pappband, Fr. 34.–, ISBN 978-3-85791-525-3
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